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Prof. M. Scott Taylor– Nachlese

Professor of Economics, President-elect Canadian Economics Association Research Associate, National Bureau of Economic Research, Cambridge MA

International Trade and Resource Overuse: Lessons from the Past and Present for our Future

Erneut findet in der Aula der Universität Basel ein Vortrag der Statistisch-Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Basel statt, welcher durch Dr. Gottlieb A. Keller, Präsident der Gesellschaft, freundlich und anregend eröffnet wird. In einer kurzen Einführung zum bevorstehenden Referat des Gastredners Prof. M. Scott Taylor, gewährt Dr. Gottlieb A. Keller dem interessierten Publikum einen Einblick in die bemerkenswerte Vita von Prof. M. Scott Taylor. Dabei hebt Dr. Gottlieb A. Keller die Publikation «Trips, Trade and Growth» aus dem Jahre 1994 hervor, welche für den Pharmastandort Basel massgebend ist. Als zweite Publikation nennt er «Buffalo Hunt: International Trade and the Virtual Extinction of the North American Bison», auf welche der Referent des heutigen Abends noch genauer eingehen wird. Nach dieser ersten Einführung wird Prof. M. Scott Taylor mit einem grossen Applaus auf die Bühne gebeten.

Prof. M. Scott Taylor bedankt sich für die Einladung nach Basel und erläutert einleitend die Zielsetzung seines Referates. Anhand zweier Erzählungen aus seiner Forschungsarbeit möchte er die Zuhörerinnen und Zuhörer zum Nachdenken anregen. Konkret möchte Prof. M. Scott Taylor damit bewirken, dass sich das Publikum über folgende fundamentale Feststellungen bewusst wird. Erstens, die Relevanz der Wirtschaftswissenschaften als Disziplin und Analysewerkzeug von Daten, wodurch Zusammenhänge beschrieben und nachvollzogen werden können. Und zweitens, wie verhindert werden kann, dass sich die Vorkommnisse aus den Erzählungen, welche heute Abend im Raum stehen, wiederholen. Denn es handelt sich bei den Geschichten von Prof. M. Scott Taylor nicht um «good news stories». Vielmehr zeigt der Inhalt auf, was die negativen Folgen von internationalem Handel sein können. Dabei ist es in keiner Weise Absicht, die positiven Seiten des internationalen Handels zu negieren. Internationale Märkte besitzen die Macht, Millionen von Menschen aus der Armut zu befreien – wie dies aktuell in China geschieht – und Demokratie und Frieden zu fördern. Prof. M. Scott Taylor betont lediglich wie wichtig es ist, auch negative Folgen, welche durch internationalen Handel auftreten, aus wissenschaftlicher Perspektive zu berücksichtigen. Zwei dieser Folgen sind Lebensraumverlust und Ausrottung. Anhand seiner Publikation «Buffalo Hunt: International Trade and the Virtual Extinction of the North American Bison» und einer weiteren Forschungsarbeit (Analyse der Gründe für die Reduktion der Killerwal-Bestände vor der Küste British Columbias) stellt Prof. M. Scott Taylor den internationalen Handel in direkten Bezug zur Umwelt. Er zeigt, wie eine unregulierte ausländische Nachfrage und eine neuartige aus dem Ausland stammende Lederverarbeitung Ende des 19. Jahrhunderts einen direkten Eingriff in den natürlichen Büffel-Bestand zur Folge hatte und in kurzer Zeit zu einer nahezu vollkommenen Ausrottung des amerikanischen Büffels geführt hat. An diesem Beispiel wird deutlich ersichtlich, wie eine wissenschaftlich fundierte Analyse zu neuen Erkenntnissen führen kann, die im Widerspruch zu landläufigen Erklärungen des Verlustes von Büffeln in Nordamerika stehen.

Der Referent geht nach dem Vortrag ausführlich auf Fragen aus dem Publikum ein.

Verfasserin: Julia Jankovic, 26.11.2018, RealWWZ

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