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René Brülhart – Bericht

President of the Financial Information Authority of the Holy See and Vatican City State

Die Reform des Finanzsystems des Vatikans

René Brülhart – 45 Jahre, Dreitagebart, perfekt sitzender Anzug – fällt auf, auch wenn er das gar nicht möchte. Schon sein Titel als Finanzauf.seher des Vatikans eilt dem Juristen aus Freiburg voraus. Einmal mehr zeigte sich das bei der europäischen Konfe.renz für Interne Revision Anfang September in Basel. Der Konferenzsaal war fast so gut gefüllt wie eine Kirche zur Weihnachtszeit: Mitarbeiter von Revisionsstellen, Treuhänder, Juristen zog die geheimnisumwitterte Sphäre des Heiligen Stuhls an und das Ver.sprechen, für das Brülhart steht: Trans.parenz im Finanzwesen des Kirchen.staates. Dabei geht er selbst kritisch mit dem Begriff um. «Das Verständnis von Transparenz hat sich in den letzten Jah.ren verändert, hoffentlich im Positi.ven», sagte er am Rande der Basler Tagung im Gespräch mit der BaZ.

Diesen November steht Brülhart seit fünf Jahren in Diensten des Papstes. Zweier Päpste genauer gesagt. Benedikt XVI. berief ihn im November 2012 zum Leiter der Autorità di Informazione Finanziaria (AIF) des Vatikans, nach.dem er zuvor zwei Monate als Berater für den Heiligen Stuhl gearbeitet hatte. Im Auftrag des inzwischen emeritierten Papstes sollte er vor allem die Vatikan.bank, das Istituto per le Opere di Reli.gione (IOR), durchleuchten und auf den rechten Weg bringen, nachdem die Vatikanbank zuvor jahrzehntelang mit Schwarzgeldkonten und Skandalen von sich reden machte…

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Verfasser: Patrick Griesser (Basler Zeitung 27.11.2017)

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