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Jean-Claude Biver – Nachlese

VRP Hublot SA

"Die Ethik im Erfolgsprozess"

Jean-Claude Biver, CEO der Luxusuhrenmarke Hublot, begeisterte in der gut besuchten Aula des Kollegiengebäudes der Universität Basel ein energiegeladenes und mitreissendes Referat zum Thema ‘Die Ethik im Erfolgsprozess‘. Obwohl er das Referat auf Deutsch und nicht in seiner Muttersprache Französisch hielt, gelang es ihm, sehr eloquent und authentisch zu wirken und mit seinem Humor die Zuhörerschaft immer wieder zum Lachen zu bringen.

Biver erklärte zuerst den Hintergrund seiner ethischen Auffassungen. Früh musste er zuhause ausziehen, da seine Eltern ihn als Hippie nicht mehr bei sich wohnen liessen. Danach habe er in einer grossen Wohngemeinschaft gelebt, welche ihn die Prinzipien ‘Love and Peace‘ verinnerlichen liess.

Diese Zeit prägte Biver derart nachhaltig, dass er seine Hippie-Vergangenheit heute als sein grösstes Kapital bezeichnet. Ein Grund dafür ist, dass Hippies träumen. Und Träume führen zu Visionen, Visionen wiederum führen zu Unternehmer und diese schliesslich prägen ein Land. Er fand in dieser Zeit zu seinen drei Regeln ethischen Verhaltens, die sowohl im privaten Leben, als auch im Arbeitsalltag umzusetzen sind: Teilen, Respektieren und Verzeihen. Biver erklärte, wie diese Regeln ins tägliche Leben eingebunden werden können:

Teilen
Zu teilen lernte Biver in der Wohngemeinschaft zur Hippie-Zeit. Damals hatten seine Mitbewohner und er eine Gemeinschaftskasse, in welche alle einzahlten und auch alle wieder Geld entnehmen durften. Da dies alle in vernünftiger Art und Weise und mit Respekt handhabten, konnten sie in dieser Zeit zusammen ein ansehnliches Vermögen sparen. Auch wenn man mit anderen teilt, kann man reich werden, so die Schlussfolgerung Bivers. Geld ist jedoch nicht das primär zu teilende. Wichtig sei, dass man alles teile, ob Zweifel, Erfolg oder Erfahrung. Gerade Erfahrung wird in der heutigen Geschäftswelt viel zu selten geteilt, da jeder Angst habe, durch die Weitergabe seiner Erfahrungen und seines Wissens an Macht zu verlieren.

Respektieren
Weiter lernte Biver in dieser Wohngemeinschaft, wie wichtig der gegenseitige Respekt ist. Er konkretisierte dies wiederum anhand eines Beispiels. Biver arbeitete zu dieser Zeit auf der Post, wo er für die Nachtschicht zuständig war. Doch obwohl er somit andere Ruhezeiten als seine Mitbewohner hatte, achteten er und seine Mitbewohner stets darauf, dass niemand im Schlaf gestört wurde. Doch nicht nur die Mitmenschen sind zu respektieren, auch die Natur und vor allem sich selbst muss man respektieren können.

Verzeihen
Das Wichtigste, das es zu verzeihen gilt, sind Fehler. Western union money transfer Ohne Fehler zu machen kann man nichts lernen. Ein Kind, das nicht hunderte Male versuchen darf, denn richtigen Winkel des Gleichgewichts zu finden, wird im Alter von zehn Jahren noch nicht gehen können. Nur wenn man den gleichen Fehler mehrere Male begeht, so ist man reif, mit einem guten Zeugnis ausgestattet zur Konkurrenz entlassen zu werden, so Biver.

Geld, Macht und Erfolg sind zwar eine Form der Befriedigung. Will man zu einem inneren Frieden finden, so ist dies nur möglich, wenn sich jede Handlung mit den drei Regeln des ethischen Verhaltens vereinbaren lässt.

Verfasser: Michael Rieser (RealWWZ)

 

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