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Prof. Dr. Lars Feld – Vorschau

Leiter des Walter Eucken Instituts, Professor für Wirtschaftspolitik, Universität Freiburg, Mitglied des Sachverständigenrates der dt. Regierung zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie des wissenschaftlichen Beirats des Bundesministeriums der Finanzen

"Heftigere Erschütterungen als 2011" - Der deutsche Wirtschaftsweise Lars. P. Feld warnt vor einer erneuten Finanzkrise in Europa

Ein deutlicher Rückgang der Wirtschaftsleistung, eine markant höhere Arbeitslosenquote auch in der Schweiz und eine Kreditklemme, in der die Banken den Unterm!hmen kaum noch die für Geschäfte und Investitionen dringend notwendigen Kredite gewähren: Die Zukunftsszenarien des deutschen Wirtschaftsweisn Lars P. Feld, der heute Abend in Basel referiert, sind düster. An den harten Sparmassnahmen in den Schuldenländern führe aber kein Weg vorbei, sagt er. Und: Ein Auseinanderbrechen der Eurozone wäre eine wirtschaftliche Katastrophe, nicht nur für Europa, sondern für die ganze Welt.

Zur Person:
Lars P. Feld sitzt seit März des vergangenen Jahres im deutschen Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftli-chen Entwicklung, umgangssprachlich „die fünf Wirtschaftsweisen“ genannt. 1 Als Mitglied des Gremiums berät Feld die Deutsche Regierung. Der 45-Jährige leitet seit Oktober 2010 das Walter Eucken Institut in Freiburg i. Br., ist Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg und zudem seit 2007 ständiger Gastprofessor am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim. Zuvor lehrte er seit 2006 als Volkswirtschaftsprofessor insbesondere im Bereich Finanzwissenschatten an der Universität Heidelberg. Habilitiert hat Lars P. Feld im Jahr 2002 an der Uni St. Gallen. Möglicherweise bringt ihn der Beruf schon bald wieder zurück in die Schweiz. Feld hat ein Angebot von der ETH Zürich für eine Mitarbeit in deren Konjunkturforschungsinstitut KOF. Bis Mitte Mai wird er sich entscheiden, ob er die Stelle annehmen will, wie er im BaZ-Interview sagt.

 

 

Basler Zeitung, Montag 23.04.2012, Daniel Schindler

 

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